Simulation

1. Wozu Simulationen?“

Bei der Implementierung von Lean Management auf Baustellen stellt die Akzeptanz eine große Herausforderung dar. Viele Mitarbeiter sehen neue Steuerungsmechanismen oft mit Skepsis und vermuten hinter dem englischen Begriff „Lean“ einen Managementansatz, der zu Rationalisierung und steigendem Druck auf die Beteiligten führen könnte. Die daraus resultierende Ablehnung führt dazu, dass die Einführung von Lean Management in einigen Bauprojekten bereits kurz nach Beginn zum Erliegen kommt. Ein Hauptgrund für das Scheitern ist die fehlende Schulung der betroffenen Mitarbeiter und damit eine mangelnde Qualifikation.

In Schulungen und Trainings können die Mitglieder des Projektteams das Wissen über Lean Management und die dazugehörigen Arbeitsmethoden und Werkzeuge erlangen. In Simulationen kann dieses Wissen effektiv und praxisorientiert vermittelt werden. An einem stark vereinfachten Beispiel können die Lean-Thinking-Prinzipen oder das Last Planner® System erklärt werden und der Mehrwert, der durch die Anwendung der Lean-Management-Methoden entsteht, wird den Beteiligten verdeutlicht. Dadurch steigen die Akzeptanz und somit auch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Implementierung.

2. Simulation LEAN Lego Haus

3. Simulation Villego® Last Planner®

Das Last Planner® System (LPS) ermöglicht im Vergleich zum traditionellen Bauablauf einen sichereren, schnelleren, günstigeren und besser vorhersehbaren Bauprozess. Um dieses Potenzial nutzen zu können, müssen die Beteiligten verstehen, wie und warum das LPS funktioniert. In der Villego® Last Planner® Simulation soll den Beteiligten die Funktionsweise des LPS beigebracht werden.

In der Villego® Last Planner® Simulation baut einem Team aus sechs bis 14 Personen in zwei Simulationsrunden ein Lego-Haus. Die vorgegebene Produktionszeit wird in Zehn-Sekunden-Intervalle aufgeteilt, die jeweils einen Arbeitstag darstellen. In der ersten Runde wird das Haus mit traditionellen Managementmethoden hergestellt. Es findet eine „Push“-Produktion statt, auf Kooperation wird keinen Wert gelegt und die Kosten stehen im Vordergrund. In der zweiten Runde werden die LPS-Techniken angewandt. Das Haus wird mittels einer „Pull“-Produktion hergestellt, das Projektmanagement benutzt Echtzeitdaten, die Kooperation wird betont und der Kundenwert steht im Fokus. Nach jeder Minute findet eine Besprechung statt, in der die Fehler der vergangenen Minute bzw. sechs Tage identifiziert und Korrekturmaßnahmen für die nächsten sechs Tage getroffen werden können. Das Team arbeitet kollaborativ und plant zusammen die nächste Periode. Zum Schluss werden die Ergebnisse der beiden Runden verglichen.

4. Beratung / Workshops

Das Lean Baumanagement Team der Technischen Universität Graz berät Ihre Organisation gerne bei der Einführung von Lean Management oder des Last Planner® Systems. In professionell geleiteten Workshops wird die Lean Lego Haus Simulation oder die Villego® Last Planner® Simulation durchgeführt. Den Teilnehmenden werden zuerst die theoretischen Grundlagen erläutert, bevor die Umsetzung in der Simulation spielerisch und effektiv erfolgt.  Die Lean Lego Haus Simulation dient dem Erlernen der grundlegenden Lean-Thinking-Prinzipien und eignet sich optimal für alle Organisationen, die noch wenig Erfahrung im Bereich Lean Management vorweisen. Sie bietet eine gute Einführung in das Thema Lean und zeigt den Teilnehmenden die Vorteile bei der Anwendung von Lean-Methoden auf. Für diejenigen Organisationen und Teams, die bereits grundlegende Kenntnisse im Lean Management vorweisen, kann die Funktionsweise des Last Planner® Systems durch die Villego® Last Planner® Simulation vermittelt werden. Die Teilnehmenden lernen, wie der Bauprozess schneller, günstiger und besser vorhersehbar gestaltet werden kann. Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zum „schlanken“ Bauen!

Anfragen richten Sie bitte an: Lean Baumanagement TU Graz